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Image-Plakat: Kreislauf [ go ]

Image-Plakat von Gianni Macario

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[ 0K ] [ 11.12.2000 ] [ Archiv ]

sub art: achtung, art-innovation! [ go ]

kreislauf plakat - klicken zum vergrößern - click to enlargedas kreislauf-team, bekannt für clubbige wie auch musikalische innovationen, präsentiert hiermit das lange angekündigte plakat von gianni macario. das 21 x 84 cm große und 310 gr/qm schwere format ist als weltpremiere auf dem neuen mit iriodin-lack überzogenen reaction-papier "alpine sparkling water" der firma gmund gedruckt, welches vom exklusiv-vertrieb "schneidersöhne" zur verfügung gestellt wurde. ganz besonderen dank möchte das kreislauf-team in diesem zusammenhang an die firma merck richten, die sich an der druck-realisation beteiligt hat.

diese streng limitierte auflage mit fotografien von stefan tuschy wurde von gianni macario gestaltet. es zeigt dem betrachter einen ruhenden gast, baum-äste wurden ferner so verfremdet, dass ähnlichkeiten mit satellitenaufnahmen assoziiert werden können. vielmehr sollen sie aber ruhe und ausgeglichenheit signalisieren. dies wird in der anwendung der speziellen typografie noch einmal verstärkt, indem ein visuell bewegter text angehalten wird. ein gestaltungskonzept also, das sich nahtlos an das des kreislaufs fügt.

adrian rodi
© 2000 sub culture (12/00)

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[ 0K ] [ 01.12.2000 ] [ Archiv ]

die nacht mit licht gefüllt [ go ]

kaiserslauterer pfalzgalerie entstaubt die gewohnte museumslandschaft

auf- und anregende verbindungen von licht, farbe, klang und raum erwarteten die besucher der museumsnacht zum abschluß der veranstaltungsreihe "1.LiGA!" in der pfalzgalerie. museum pur? - nein, absolut nicht. keine kunst im rahmen an weiß getünchter wand und skulptur pur auf weiß gestrichenem holzpodest. das war es sicherlich nicht, was die besucher der museumsnacht der pfalzgalerie kaiserslautern erwarten durften, als sie am samstag zu später stunde in die heiligen hallen des museums kamen. sie kamen zu der abschlußveranstaltung der ausstellungsreihe "1.LiGA!" der pfalzgalerie, die mit diesem abschluß den begriff museum neu überdachte, vielleicht sogar zeitweise auf den kopf stellte und vor allen dingen einmal neue perspektiven und möglichkeiten zum erleben und genießen von kunst aufzeigte. war es eher eine performance oder doch mehr ein event? eigentlich unwichtig in der definition, entscheidend in durchführung und ideenreichtum. begonnen hatte alles schon eine woche zuvor mit einem laserstrahl, der jede nacht vom stadion der roten teufel eine lichtbrücke zum museum schlug und so auch das thema der reihe "1.LiGA!" definierte. als sich am samstag dann die türen des museums zur langen nacht öffneten, war man dann auch recht erstaunt, daß das sonst eher nüchterne und altbackene foyer eigentlich eher an eine nette party-scene mit unzähligen gästen erinnerte, in die die gruppe "mogwai + mot, kreislauf mannheim" musik und lightshows implantiert hatte. in den unteren räumen findet man sich dann der situation ausgesetzt, zwischen künstlichen nebelschwaden und den schrillen klängen modernsten techno-sounds seinem nachbarn nicht auf die füße zu treten. wer in die oberen gefilde des museums vordringen will, wird von einer das ganze treppenhaus füllenden roten lichterkette fast zwangsweise zu den übrigen räumen geleitet: im bereich der aula präsentiert die studentengruppe "VIPLounge" zwei anspruchsvolle projekte ihrer arbeit. zum einen werden auf die seitenwand eines großen leinwandturms übereinander im wechsel je drei bilder, die die barbarossa-stadt in nie gesehenen details präsentieren. die zweite arbeit besteht aus einem videofilm, der die ständig über die stadt richtung air base ramstein fliegenden militärflugzeuge mit ihrer enormen geräuschkulisse zeigt - und das auch noch direkt hintereinandergeschnitten - ein wahnwitziges bild- und klangerlebnis!
im direkt gegenüber liegenden gebäudeflügel präsentieren sich grafiken, zeichnungen, gemälde und skulpturen in einem völlig neuen licht: disco-strahler und farben werden zum beherrschenden element und bilden den gegensätzlichsten rahmen zu der in den räumen etablierten kunst, den man sich nur vorstellen kann. trotzdem ist ein positiver eindruck nicht von der hand zu weisen, man fühlt sich wohl und das erlebnis kunst wird real und greifbar. noch deutlicher wird dann diese intention, wenn man seine schritte in den altehrwürdigen slevogtsaal des museums lenkt: fast schon wie eine unüberwindliche barriere wirkt die düstere finsterniß, die hier das sagen hat und einem von der tür an durch den raum begleitet - einzig unterbrochen durch langsame wechsel gedämpften, bunten lichtes, ausgestrahlt von esoterischen lichtinstallationen und sphärischen klängen, mit denen der künstler michael rausch die zuschauer aber dann doch zum verweilen nicht nur einlädt, sondern vielmehr zwingt. und so passiert es dann auch, daß sich unzählige besucher hier an den wänden und auf den zwanglos aufgestellten sitzmöbeln niederlassen und einfach nur zuhören, sehen und genießen. auch findet man eine doch offensichtlich übermüdete museumsbesucherin, die eine zum kunstgenuß bereitgestellte liegeähnliche sitzgelegenheit für ein kleines schläfchen mitten zwischen slevogts und liebermanns zweckendfremdet. offensichtlich hat dann dieiIdee der museumsnacht auch leute gefunden, die sie verstanden haben: hat man einen passenden rahmen, fühlt man sich auch im museum wohl, erlebt, sieht und kann auch mal einfach nur kunst hautnah anfassen und drin leben. beendet wurde dann die museumsnacht gegen drei uhr morgens - zumindest offiziell. bis die letzten der gäste die party verließen, zeigte die uhr dann doch schon fast fünf. so gesehen dürfte die lange museumsnacht nur als erfolg zu werten sein, idee und konzept kamen an und eigentlich bleibt nur zu wünschen, daß es nicht auch zugleich die zweite nacht dieser art war - nämlich die erste und die letzte.

rainer dietrich
© pirmasenser zeitung (20.05.1999)

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[ 0K ] [ 20.05.1999 ] [ Archiv ]